Über 1.000 Menschen aus Wohnungslosigkeit geführt in Düsseldorf

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Seit 2020 hat die Initiative Endlich ein Zuhause! 470 Wohnungen akquiriert und 1.029 Menschen in Düsseldorf, darunter 160 Familien mit minderjährigen Kindern, dabei unterstützt, Wohnungslosigkeit zu überwinden oder gar nicht erst eintreten zu lassen – durch die Vermittlung in eigenen, sicheren Wohnraum. Möglich wurde dies auch durch das Engagement von VermieterInnen, die bereit sind, Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Für viele Betroffene bedeutet eine eigene Wohnung weit mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Sie ist der entscheidende Schritt raus aus Unsicherheit, prekären Lebenssituationen oder der drohenden Wohnungslosigkeit. Erst mit stabilem Wohnraum entstehen Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben, für soziale Teilhabe und für bessere Zukunftschancen – insbesondere für Kinder.

Foto-Endlich ein Zuhause

Im Zentrum des Projekts steht ein praxisnaher Ansatz: Menschen in Wohnungsnot werden gezielt mit Vermieterinnen und Vermietern zusammengebracht. Ein interdisziplinäres Team begleitet beide Seiten – von der Wohnungssuche über den Einzug bis weit darüber hinaus. Diese kontinuierliche Unterstützung schafft Vertrauen und trägt maßgeblich dazu bei, dass Mietverhältnisse langfristig stabil bleiben.

Das Projekt wird gemeinsam umgesetzt von franzfreunde, Caritasverband Düsseldorf e.V., Diakonie Düsseldorf sowie der Landeshauptstadt Düsseldorf, Amt für Migration und Integration, gefördert durch die Landesregierung NRW und den Europäischen Sozialfond.

 Mehr als 1.000 Menschen zu erreichen, ist ein wichtiger Meilenstein – doch hinter jeder Zahl steht ein Mensch, der nun Stabilität, Privatsphäre und neue Perspektiven hat. Diese Entwicklungen mitzuerleben, ist für uns Antrieb und Verpflichtung zugleich.

Dietmar Voigt|Immobilienfachwirt der franzfreunde

Trotz dieser Erfolge bleibt der Handlungsbedarf hoch. Die aktuellen Ergebnisse der Nachtzählung zeigen deutlich, dass Wohnungslosigkeit in Düsseldorf weiter zunimmt: 857 wohnungslose Menschen wurden 2025 erfasst – ein deutlicher Anstieg gegenüber 729 im Jahr 2023.
Diese Entwicklung unterstreicht, dass es weiterhin an bezahlbarem Wohnraum fehlt und zusätzliche Anstrengungen notwendig sind.

Jede weitere zur Verfügung gestellte Wohnung bedeutet eine konkrete Chance für einen Menschen, Wohnungslosigkeit hinter sich zu lassen oder gar nicht erst in sie zu geraten.

Düsseldorf zeigt: Fortschritte sind möglich – wenn soziale Verantwortung, verlässliche Strukturen und konkrete Lösungen zusammenkommen.

Denn Wohnen ist mehr als ein Grundbedürfnis – es ist die Voraussetzung für einen Neuanfang.


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